Forum: Paradoxien der kapitalistischen Modernisierung
Datum/Zeit: Dienstag 12.10.2010, 18.15 – 20.00 Uhr
Raum: HZ 1
Organisation: Axel Honneth (IfS Frankfurt)
Diskussion mit und Vorträge von:
Paradoxien der kapitalistischen Modernisierung
Axel Honneth (Frankfurt)
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Person, Beruf, Beziehung. Zum Strukturwandel der Paarintegration
Kai-Olaf Maiwald (Osnabrück/Frankfurt)
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Über ein Paradox ethnischer Gleichheit
Ferdinand Sutterlüty (Paderborn/Frankfurt)
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Entgrenzungen von Arbeit: Die Arbeit (an) der Person
Stephan Voswinkel (Frankfurt)
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Das Institut für Sozialforschung versteht seine Arbeit weiterhin in der von seinen früheren Mitarbeitern entwickelten Tradition der Kritischen Theorie. Da sich die sozialen Verhältnisse seither ebenso tiefgreifend verändert haben wie die Instrumentarien ihrer theoretischen und empirischen Erforschung kann die Kontinuität der Institutsarbeit selbstverständlich nicht in der Beibehaltung der ursprünglichen Theorie liegen. Vielmehr ergibt sich die Kontinuität aus der Absicht, die gegenwärtige Verlaufsform der kapitalistischen Entwicklung interdisziplinär und in der Perspektive einer theoretisch verallgemeinerten Deutung zu analysieren. Das dabei verfolgte Ziel einer Verschränkung von einzelwissenschaftlichen Untersuchungen mit sozialphilosophischen Fragestellungen hat zur Prämisse, dass “Gesellschaft” nicht lediglich als ein “System” selbstregulativer Abläufe oder strategischer Handlungen, sondern als eine normativ strukturierte Ordnung zu verstehen ist, in der die Akteure um die Interpretation sphärenspezifisch institutionalisierter Normen und Werte kämpfen. Um die vielfältigen und höchst widersprüchlichen Erscheinungen der gegenwärtigen kapitalistischen Entwicklung zu deuten, schlägt das übergreifende Forschungsprogramm des Instituts für Sozialforschung vor, sie nach dem Muster eines paradoxalen Prozesses zu begreifen: Einerseits haben die sozialstrukturellen Wandlungen zu einer Vielzahl von unleugbaren Fortschritten sowohl in materieller als auch in rechtlicher und moralischer Hinsicht geführt. Andererseits werden die damit verbundenen Erweiterungen der individuellen Freiheits- und Autonomiespielräume im Zuge ihrer gesellschaftlichen Implementierung für große Teile der Bevölkerung zu einer schwindenden Option, tendenziell zunichte gemacht oder gänzlich in ihr Gegenteil verkehrt.
Im Anschluss an Axel Honneths Erläuterung des Konzepts der “Paradoxien der kapitalistischen Modernisierung” stellen Kai-Olaf Maiwald (Familien- und Paarsoziologie), Ferdinand Sutterlüty (Kultursoziologie) und Stephan Voswinkel (Arbeitssoziologie) Zusammenhänge zwischen Ergebnissen aus ihren Forschungsprojekten und dem übergreifenden Forschungsprogramm des Instituts für Sozialforschung zur Diskussion.













