FÖRDERER

Festveranstaltung: Gottfried Salomon-Delatour und die Gründung der Deutsch-Französischen Gesellschaft in Frankfurt am Main

Datum/Zeit: Mittwoch 13.10.2010, 19.00 – 21.00 Uhr
Ort: Casino 1.811

Organisation: Christoph Braouet und Klaus Lichtblau in Kooperation mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Frankfurt

Vorträge

Gottfried Salomon als Frankfurter Wegbereiter deutsch-französischer Verständigung
Hans Manfred Bock (Kassel)
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Gottfried Salomon-Delatour. Stationen eines bewegten Lebens
Christoph Henning (St. Gallen)
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Botschafter Bernard de Montferrand (angefragt)

Der heute fast vergessene Frankfurter Soziologe Gottfried Salomon-Delatour stellt in idealer Weise eine Brücke zwischen dem Rahmenthema dieses Jubiläumskongresses sowie dessen beiden Gastländern Frankreich und USA dar. 1916 promovierte er im Alter von 24 Jahren bei keinem Geringeren als Georg Simmel mit einer Dissertation über die mittelalterliche deutsche Mystik an der damals noch “reichsdeutschen” Straßburger Universität. Als Sohn einer französischen Mutter und späterer Assistent von Franz Oppenheimer und Karl Mannheim in Frankfurt setzte er sich schon in den 1920er Jahren leidenschaftlich für die deutsch-französische Verständigung ein. Bei der am 3. November 1928 erfolgten Gründung der Frankfurter Ortsgruppe der Deutsch-Französischen Gesellschaft war er maßgeblich beteiligt. Er war ferner Herausgeber der damals sehr angesehenen “Jahrbücher für Soziologie” sowie Begründer der Davoser Hochschulkurse. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung ging Salomon zunächst nach Frankreich und anschließend in die USA, wo er von 1941 bis 1943 an der New School for Social Research in New York lehrte. Von 1946 bis 1950 war Salomon ferner an der Columbia University, der Michigan University in Ann Arbor sowie an der University of Illinois in Urbana als Soziologieprofessor tätig. Nach seiner Pensionierung nahm er 1958 wieder seine Lehrtätigkeit an der Universität Frankfurt auf, an der bis zu seinem Tod im Jahr 1964 als emeritierter Professor wirkte. Er war zwar immer noch der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät zugeordnet, an der er sich 1921 bei Oppenheimer habilitiert hatte. Seine Lehrveranstaltungen bot er aber auf ausdrücklichen Wunsch dieser Fakultät nun an der Philosophischen Fakultät der Universität Frankfurt an, an der er bis zu seinem Tod ein angesehener akademischer Lehrer war.

Veranstaltungsort: Casino 1.811, Casino-Gebäude 1. Stock, Campus Westend


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