FÖRDERER

Ausstellung: “Soziologie in Frankfurt am Main 1910-2010″

Datum/Zeit: Dienstag 12.10.2010 – Freitag 17.12.2010
Eröffnung: 12. Oktober 2010 um 12.00 Uhr
Ort: HZ, Ebene 3

Organisation: Felicia Herrschaft (Frankfurt am Main) und Klaus Lichtblau (Frankfurt am Main)

Während des Jubiläumskongresses der DGS findet im Hörsaalzentrum des Campus Westend die Ausstellung „Soziologie in Frankfurt: 1910-2010“ statt. Diese wird nicht nur den KongressteilnehmerInnen, sondern auch einer breiteren Öffentlichkeit einen repräsentativen Überblick über die Geschichte der Soziologie in Frankfurt vermitteln. Anhand der Geschichte der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Goethe-Universität Frankfurt soll in dieser Ausstellung dargestellt werden, wie dramatisch sich das Gesicht der Frankfurter Soziologie in den letzten hundert Jahren verändert hat. Dabei sollen nicht nur die zentralen Akteure der Frankfurter Soziologie vorgestellt, sondern auch die durch epochale Umbrüche und generationsbedingte Konflikte bewirkten institutionellen Veränderungen an der Universität Frankfurt veranschaulicht werden, um dasjenige intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, wofür die Frankfurter Soziologie einmal stand und dereinst wieder stehen könnte. Dafür wurden während eines zweisemestrigen Lehrforschungsprojekts unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Lichtblau eine Reihe von Akteuren und Zeitzeugen befragt, die in den letzten Jahrzehnten maßgeblich das Erscheinungsbild der Frankfurter Soziologie mitgeprägt und seinen Wandel aufmerksam mitverfolgt haben, u. a. Walter Rüegg, Ludwig v. Friedeburg, Jürgen Habermas, Thomas Luckmann, Ulrich Oevermann und Tilman Allert. Als Novum kann gelten, dass in dieser Ausstellung die zentralen soziologischen Akteure an der Philosophischen Fakultät und an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät erstmals gleichberechtigt berücksichtigt werden. Die einzelnen Schwerpunkte der Ausstellung sollen dabei deutlich machen, mit welcher Komplexität wir es hierbei zu tun haben. Die Themenbereiche der Ausstellung umfassen u. a. die Vorgeschichte der Soziologie in Frankfurt; die ersten Professuren und Privatdozenturen für Soziologie (1919-1933); das Institut für Sozialforschung vor und nach dem 2. Weltkrieg; die Soziologie während des Nationalsozialismus; der Wiederaufbau der Soziologie nach dem 2. Weltkrieg; die Lehrgestalt der Frankfurter Soziologie; die Frankfurter Soziologentage (1910-2010); Frankfurter Soziologinnen und einen virtuellen Rundgang zu den zentralen Orten der Frankfurter Soziologiegeschichte.
Durch eine transparent gehaltene Ausstellungsarchitektur unter Verwendung von modernen digitalen Präsentationsformen wird das Einsehen historischer Dokumente ermöglicht. BesucherInnen können sich in die Geschichte der Frankfurter Soziologie einarbeiten, um sich auf die Spurensuche nach den Veränderungen der Soziologie in Frankfurt zu begeben, die bedingt ist durch die jeweiligen soziologischen Akteure und die spezifischen Strukturen der soziologischen Institutionen an der Goethe-Universität Frankfurt.

Leitung: Klaus Lichtblau
Kuratorin: Felicia Herrschaft
Ausstellungsarchitektur: Mehran Mojtahedzadeh
Ausstellungsdesign: neuelinie
Interaktive Exponate: Meso

Veranstaltungsort: Hörsaalzentrum des Campus Westend, Ebene 3

Mit freundlicher Unterstützung durch die Freunde und Förderer der Goethe Universität, Fazit–Stiftung und  dem Hamburger Institut für Sozialforschung.

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